| |
|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Flaty oft auf dem Board

Anmeldungsdatum: 05.12.2001 Beiträge: 1380
|
Verfasst am: 22.11.2004, 17:30 Titel: Studenten Typologie... |
|
|
Fand ich irgenwie super lustig die Artikel.....
Kleine Studenten-Typologie
Welchen Klischees man sich mit seiner Fächerwahl aussetzt – oder: Wer telefoniert mit welchem Handy? Eine Schnellanalyse für den Campus
Von Carola Padtberg
Betriebswirt
Desinteressiert, leidenschaftslos, oberflächlich – so sollen Wirtschaftswissenschaftler sein. Das stimmt natürlich nicht. Soziologische Studien belegen, dass ein Thema den Betriebswirt sehr wohl in den Bann zieht: seine Karriere. Dementsprechend ehrgeizig studiert er um des sicheren Arbeitsplatzes willen, übt sich früh im Umgang mit Blackberry und PDA, liest Wirtschaftswoche und Junge Karriere und hat den Stepstone-Newsletter abonniert. Auch äußerlich begeistert er sich für den Zahn der Zeit: An den studiotrainierten Körper lässt der Marketingprofi nur Polohemden von Lacoste, Diesel-Jeans und Designer-Umhängetaschen aus alten Luftmatratzen. Mit fortgeschrittener Semesterzahl oder zu Prüfungsterminen hält das karrierefördernde Ralph-Lauren-Hemd Einzug. Um diesen Lebensstil durchzuhalten, muss der BWLer viel Zeit mit Jobs bei Marktforschungsinstituten oder Promotion-Agenturen verbringen. Der BWL-Student lernt gern in Arbeitsgruppen und zieht danach noch in die Kneipe, organisiert sich aber ungern im sozialen Experiment WG, haben Umfragen ergeben. Sobald er es sich leisten kann, hängt er den Keith-Haring-Druck in der eigenen Küche auf. Ansonsten vertreibt er sich die Zeit mit DVDs, Fußball und Skiurlaub. Und um die Schnappschüsse vom Snowboarden gleich an die Kollegen zu schicken, hat er sein futuristisches Samsung E700 mit integrierter Kamera immer in der Hosentasche.
Mediziner
Was haben Mediziner mit Philosophen gemeinsam? Sie teilen sich den höchsten Fremdwörteranteil in alltäglicher Kommunikation und nerven damit alle anderen Studenten. Warum um Himmels willen von »Interdigitalmykose« sprechen, wenn es um studentischen Fußpilz geht? Zum Glück hängen Mediziner ständig in Uni-Kliniken am Stadtrand herum und bleiben gern en famille. Wie Juristendynastien pflanzen sich auch Medizinerfamilien fort, ähnlich hoch wie bei den Rechtspflegern sind auch das Konkurrenzdenken, die elterliche Knete und der frostige Umgang zwischen Lehrenden und Studenten. Anders als Juristen müssen die künftigen Götter in Weiß aber keine akademischen Höchstleistungen erbringen: ihre Prüfungen bestehen aus Multiple-Choice-Tests, die auswendig gelerntes Wissen abfragen; ihre Doktorarbeiten sind die simpelsten Promotionen von allen. Unter Medizinern gibt es keine bunten Lebensläufe – sie beschließen mit den ersten Doktorspielen im Kindergarten, dass sie Ärzte werden wollen, und beweisen ihre Geradlinigkeit durch die geringste Abbrecherquote aller Fächer (sieben Prozent). Das liegt auch daran, dass sie sich kaum in Kneipen und auf Partys blicken lassen, sondern ihre knappe Freizeit lieber mit Joggen verbringen. Weil Telekommunikation keinen entscheidenden Stellenwert in ihrem Leben hat und Handys im Krankenhaus abgeschaltet werden müssen, nutzen sie die Features ihres technoiden Nokia 6820 eigentlich gar nicht aus. Es beruhigt sie aber, dass sie damit Videos aufnehmen und Java-Spiele zocken könnten, wenn sie wollten.
Sozialpädagogin
Das Kellerkind unter den Akademikern wird weder von den Karrieristen noch den Schöngeistern ernst genommen. Man unterstellt den Sozialpädagoginnen ähnlich wie den »Primamäuschen« des Grundschullehramts (der Frauenanteil in beiden Fächern liegt bei 80 Prozent), in ihrem Fach gar nicht erst arbeiten zu wollen, sondern es nur der Leichtigkeit wegen gewählt zu haben, um möglichst schnell unter die Haube zu kommen. Die Abbrecherquote scheint dies zu bestätigen: Die Hälfte gibt wieder auf. Eine soziale Ader kann man ihnen aber nicht absprechen, und so bringen Sozialpädagoginnen auf Partys immer zwei Salate und einen Kuchen mit, wagen sich aber selten ausgelassen auf die Tanzfläche. Sie verstecken sich in unauffälliger Kleidung von H&M, doch an den Maskottchen kann man sie erkennen. Diddl-Maus und Tigerente baumeln an den Umhängetaschen, in denen sich gewissenhaft beschriftete Leitz-Ordner und Textmarker in mehreren Farben befinden. Am Wochenende fahren sie nach Hause oder kleben eine Fotowand für den Gemeinschaftsraum im Wohnheim. Dort sind Sozialpädagoginnen einerseits beliebt, weil es nie Zoff um den Spülberg gibt und sie zusammen mit den Psychologinnen vegetarische Gerichte kochen. Andererseits nerven sie mit emotionalen Diskussionen, wenn sie den Sinn eines weiteren Funk-LANs auf der Etage einfach nicht einsehen wollen. Ein Alcatel One Touch easy mit Prepaid-Karte reicht doch völlig.
Juristin
Sie bildet mit dem Mediziner den Kern der Akademikerkaste und ist um angemessene Repräsentation bemüht. Leistung, Wettbewerb und standesbewusstes Auftreten bieten sich als Mittel natürlicher Campus-Selektion an. Geld spielt dabei keine Rolle. Väter zahlen ihren Töchtern horrende Mieten und sündhaft teure Repetitorien – diesbezüglich können hier nur Mediziner das Wasser reichen. Ist die fachliche Begabung nicht zufriedenstellend gegeben, kann sie bis zum Zeitpunkt der Staatsprüfung durch häufiges Wechseln von Perlenohrsteckern, Pumps, Armani-Düften und Burberry-Täschchen ausgeglichen werden. Die jungen Damen präsentieren diese Accessoires in den Seminarbibliotheken, sofern sie auf dem kleinen Uni-Parkplatz eine Lücke für ihren Golf finden. Ist der Lesesaal erreicht, herrschen weniger damenhafte Sitten. Hier müssen Ellenbogen eingesetzt werden: Die Kommilitonen verstellen Kommentare im Buchregal oder klauen sie, damit die anderen sie nicht finden – wer den juristischen Prüfungsdruck nicht kennt, kann das nicht verstehen. Mehr fehlende Bücher als bei Juristen konnten nur bei Informatikern nachgewiesen werden. Leider führen die Frauen nicht so interessante Grundsatzdiskussionen wie die Männer, die ihr Fach als die Spielregeln begreifen, nach denen die Gesellschaft tickt. Sie sehen sich als überlegene Generalisten, die sich nicht nur für alles zuständig fühlen, sondern auch meinen, alles entscheiden zu können. Lösungen für die Probleme dieser Welt übermitteln sie am liebsten mit dem Sony Ericsson P900 – superteuer, superschick.
Geisteswissenschaftler
Unabhängigkeit und ein angenehmes Leben ist den ewigen Jeanstypen der Magisterstudiengänge wichtig. Doch manchmal plagt sie Zukunftsangst: Wie soll man nach 15 Semestern Orientalistik und Literaturwissenschaft einen Job finden? Begleitet von einer Tasse Tee und einer Gauloise, beugen sie sich über Feuilletons und beäugen skeptisch gesellschaftliche Entwicklungen. Inhalte und Struktur ihres Studiums sehen sie kritisch – das eint sie mit den eigentlich verhassten Juristen, die sich wie sie oft über die Qualität ihrer Ausbildung ärgern. Weil das geisteswissenschaftliche Studium kaum auf einen Beruf vorbereitet, müssen die Dichter und Denker massenhaft Praktika machen, bei denen sie fünf Tage die Woche furchtbar früh aufstehen müssen. In ihrer Freizeit abonnieren sie die taz, lesen Bücher und schauen politische Fernsehmagazine. Sie kleiden sich in schwarze Pullover, braune Cordhosen und Hanfsandalen, lieben Irish Pubs und Marihuana und gehen für ein Semester nach Schottland oder Uruguay. Geisteswissenschaftler können stundenlang Secondhand-Läden nach uralten adidas-Schuhen oder Schallplatten durchforsten. Aus Stilgründen, wohlgemerkt, denn Sport ist nicht so ihr Ding. Auch Einkommen, Macht und Prestige sind ihnen egal – auf soziale Gerechtigkeit kommt es an. Deswegen verlängern sie den Vertrag ihres treuen Siemens S35 immer wieder und lassen sich zum Ärger ihrer Provider nicht dazu verlocken, für ein neues Modell ihre Konditionen zu wechseln.
Maschinenbauer
Der Ingenieurberuf bleibt Männerdomäne: klar, strukturiert, pragmatisch. Die Studenten funktionieren als sachliche, effiziente Rädchen im System, akzeptieren unmenschliche Pflichtfächer und belächeln die Studenten der weichen Dünnbrettbohrerstudien. Schon im Abi waren die Leistungskurse Mathe und Physik nur was für die harten Jungs. Was keiner weiß: Im Alltag bereiten den Maschinenbauern und Elektroingenieuren die durchorganisierten Stundenpläne manchmal Probleme, für den Lebensunterhalt zu sorgen. Um alles unter einen Hut zu bekommen, jobbt der Maschinenbauer gleich am Institut als Hiwi. Deswegen kommt er selten in die Situation, seinen Look aus Jeans, Holzfällerhemd, Fleecepulli und Parka überdenken zu müssen. Doch die Tüftler geben sich nur aus Versehen lebenslang jugendlich, eigentlich achten sie nicht auf ihr Äußeres – Hauptsache, Kleidung erfüllt ihren Zweck. »Stillos« würde ihn ein Geisteswissenschaftler charakterisieren, »schlampig« eine Juristin. Das kümmert den Maschinenbauer wenig, belesenes Akademikertum ist ihm völlig gleichgültig. Hobbyzeitschriften, Computerspiele und Videos gehören zu seinem Alltag. Nur Frauen können ihn manchmal unsicher machen, aber wenn er dann einen spröden Witz reißt, gibt sich das wieder. So gutes Gulasch wie Mutti kocht sowieso keine. Insgeheim besäße er gern ein High-Tech-Kamera-Handy mit Bluetooth und E-Mail-Client. Letztlich entscheidet sich der Tüftler aber für das bodenständige Nokia 3510 – es hat die geringste elektromagnetische Strahlung _________________ Mir egal ich bin bei Moe  |
|
| Nach oben |
|
 |
-=azrael=- Cooler Master
Anmeldungsdatum: 13.05.2004 Beiträge: 2340
|
Verfasst am: 22.11.2004, 17:34 Titel: |
|
|
jaja, die zeit rockt  _________________
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Dinchen hat viel Freizeit
Anmeldungsdatum: 11.02.2003 Beiträge: 669 Wohnort: ab Juli Louisville,Kentucky
|
Verfasst am: 22.11.2004, 20:44 Titel: |
|
|
lol sehr amüsant, vorallem, weil man diese "einordung" zum teil schon in der oberstufe erkennt und die leute auch das studieren wollen  _________________ .."the sun shines bright on my old kentucky home.." |
|
| Nach oben |
|
 |
BelgierFritte KDBUFFSH(GID(AB))DS

Anmeldungsdatum: 13.08.2001 Beiträge: 3591
|
Verfasst am: 23.11.2004, 17:25 Titel: |
|
|
*lol* Is natürlich alles was zugespitzt aber Tendezen sind mit Sicherheit richtig!
Ich ordne mich mal beim Betriebswirt ein ^^ _________________ Wer seinen Traum verwirklichen will, muß erst einmal aufwachen. |
|
| Nach oben |
|
 |
Flaty oft auf dem Board

Anmeldungsdatum: 05.12.2001 Beiträge: 1380
|
Verfasst am: 23.11.2004, 19:46 Titel: |
|
|
LOL ich fand die Artikel irgenwie super lustig weil jeder der die gelesen hat gesagt hat... Na dann weiß man ja was du studierst und es dazu auch noch stimmte _________________ Mir egal ich bin bei Moe  |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen. Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten Du kannst Dateien in diesem Forum herunterladen
|
|
|
|